Gabriele Jahnke (* 29. November 1961 in Kassel-Wilhelmshöhe), die Freischaffende Akademische Bildende Künstlerin, versteht sich als: Biokommunikative Künstlerin.

Insbesondere mit ihren BienenKunstWerken, aber auch mit ihren technisch modifizierten, FotoGrafischen FugenWerken sowie mit ihren vielschichtigen Installationen & Aktionen tritt sie als international agierende Künstlerin an diversen Ausstellungsorten auf, um den: biokommunikativen LebensFluss in Bewegung zu versetzen, wie diesen zu ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Leben und Werk
  2. Literatur
  3. Preise/Auszeichnungen (Auswahl)
  4. Ausstellungen (Auswahl)
  5. Öffentliche und Private Sammlungen
  6. Werke (Auswahl)
  7. Philosophisch – ästhetischer Ausgang der künstlerischen Arbeitsweise
  8. Weblinks

Leben und Werk

Gabriele Jahnke lebt und wirkt an zahlreichen Orten – national wie international. In Kassel-Wilhelmshöhe geboren, verbrachte sie zunächst ihre Kindheit und frühen Jugendjahre in einem der wohl immer noch schönsten und größten Bergparkanlagen Europas. Die Natur des geräumigen Parkes mit den unterschiedlichsten, ästhetischen Eindrücken war ihr stets Zufluchtsort einer ansonsten schwierig geprägten Kindheit seitens des Elternhauses. Der Park als Natur- wie Kulturraum bot ihr Schutz und Anschauung, um die Erschwernisse und Misere im Elternhaus adäquat bewältigen zu können. Über-Leben-s-Kunst, RückBlick heißt nicht nur die Überschrift ihres Textes, in dem von ihr verfassten und herausgegebenen Katalog: SeelenFeuer, KunstReich – lodernd, GeistVoll – lockend, sondern, bezeichnet und trifft gleichwohl auf ihre einstige Kinder- und Jugendzeit zu.

Im Alter von 16 Jahren verließ sie das Elternhaus, zog in die Peripherie Hessens, um in einer kleinen Kate an einem Fluss – weit weg von jeglicher geschlossenen Ortschaft und in archaisch anmutender Weise – “ im Verborgenem, in der Migration, nachzuspüren, was es zu Empfinden gab, damit Fühlendes Denken – wie sie es nennt – Wirklichkeit erhält und in Gestalt sich artikuliert wie positioniert.” Während dieser Zeit absolvierte sie eine ungeliebte Berufsausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, deren Abschluss sie vorzeitig zu Ende brachte, um sich dann der Wanderschäferei zu widmen. Viele Jahre zog sie einst mit ihrer “Schafherde wie den Bienen durch die Tiefen der Wälder und Weiten der Wiesen”. Im Tschernobyljahr (April/Mai 1986) gab sie abermals alles auf, da u. a. der Reaktorunfall ihre Lebensumstände drastisch veränderte.

Auf der Grundlage ihres allgemeinbildenden, humanistischen Abiturs (Theodor-Litt-Kolleg in Kassel-Wilhelmshöhe) widmete sie sich fortan ihrem Studium. Sie studierte Kunst/Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste in der documenta Stadt Kassel ab 1986 und darüber hinaus an der Universität/Gesamthochschule Kassel Biologie mit dem Schwerpunkt Ökologie sowie Philosophie und Psychologie. Ende 1991 brachte sie alle ihre Studienfächer mit Auszeichnung zum Abschluss und wirkt seither, mit Beginn des Jahres 1992 als Freischaffende Bildende Biokommunikative Künstlerin national & international. Den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Abschlussarbeit bildeten dabei: Objekte und Installationen in Praxis wie Theorie.

Extern erweiterte sie in den Jahren 1989 – 1991 ihre künstlerische Bildung zusätzlich an der Bundesakademie in Wolfenbüttel (Niedersachsen). Unverkennbar jedoch zeichnet ihr künstlerischer Ansatz einen ganz eigenen ästhetischen Ausdruck wie Weg, der sicherlich ganz eng im Kontext ihrer Biografie zu finden und angesiedelt ist. Auf eigenwillige Weise gelingt es ihr dabei, von ihrem persönlichen Erfahrungsschatz derart zu abstrahieren, dass sie einen allgemeingültig, zeitgemäßen ästhetischen Stil im Ausdruck des 21. Jahrhunderts entwickelt und findet. Form follows emotion begegnet form follows function; das Sowohl – als – auch entscheidet und nicht das Entweder – oder.

Biokommunikation umschließt und ergreift beide Sphären, und die ästhetischen Gebilde von Gabriele Jahnke thematisieren im Spannungsverhältnis von Natur und Kultur den Horizont der menschlichen Existenz im Ausdruck ihrer Ästhetik des begonnenen 21. Jahrhunderts. Die Gestaltungsweise der biokommunikativen Assemblage trifft dabei den Kern ihrer künstlerischen Arbeitsweise. “Sich-Einlassen” und “Zu-Lassen”, um wieder “Loslassen” zu können wie das “Im-Nicht-Müssen, Sein-Können”, markieren künstlerische Ansichten und Einsichten ihrer Werke; demonstriert ihre Ästhetik. Nicht das Bruchstückhafte betont sie in ihrem künstlerischen Ausdruck, sondern das Zusammengehörende, das dialogische Moment der (konfrontativen) Begegnung, weshalb ihre Gestaltungsweise die Assemblage – auch als das prozesshafte und prozessorientierende Moment – hervorhebt.

Mit ihrem ehemaligen, langjährigen Lebensgefährten Herrn Prof. Dr. Dieter Hassenpflug (deren 3 Kinder sie viele Jahre groß zog), lebte und wirkte sie – mit Stipendienunterbrechungen und nach ihrer Zeit in Kassel – von 1993 bis 2008 in Weimar (Thüringen). 1999 war die Neugründung ihres Ateliers in Weimar und im Jahr 2005 die Beendigung der damaligen Partnerschaft. Die letzten drei Jahre allein in Weimar wirkend, verließ sie diesen Ort im Winter 2008, um nach Rheinland-Pfalz in den Donnersberg zu ziehen.

Mit ihrem aktuellen Lebensgefährten und jetzigen (seit November 2016) Ehemann Herrn Harald Glatte, der ebenfalls künstlerisch tätig ist und als solcher die Öffentlichkeit aufsucht, lebt und arbeitet sie gemeinsam in der kleinen Residenzstadt Kirchheimbolanden, am Fuße des Donnersberges.
Da sich die Künstlerin ihrerseits – aufgrund der regen Ausstellungstätigkeiten – keine eigenen Bienen mehr hält, freundete sie sich mit dem ebenfalls in Rheinlandpfalz ansässigen Imker Herrn Wolfgang Kampa an, der seit geraumer Zeit zugleich als ihr künstlerischer Assistent arbeitet.

Zahlreiche Studienaufenthalte im Ausland (Canada, USA, Spanien, Jerusalem, Italien, Griechenland, Kanaren, Afrika, Tibet & China, Tajikistan, Kuba, Bolivien, Chile, Argentinien, etc.) begleiten die Künstlerin ebenso wie ihre Biografie eine rege und umfangreiche Ausstellungstätigkeit verrät. Darüber hinaus verfasst sie Eröffnungsreden sowohl für eigene Ausstellungen als auch für den Kollegenkreis (auf Anfrage & gegen Honorar).

Im Jahr 1994 erhielt Gabriele Jahnke ein Stipendium vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, auf deren Grundlage sie in Italien eine Ateliergemeinschaft mit Thomas Hirschhorn inne hatte.
Seit dem Jahr 2000 ist sie Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (APK).

Neben diversen Kongressvorträgen (Kassel, Frankfurt, Mühlhausen, etc.) fungierte sie zusätzlich mehrfach als Jurorin bei den Lions international für die Wahl des Young Ambassador.

Literatur

  • 1993: Sozialökologie. 1993, Westdeutscher Verlag, Opladen. ISBN 3-531-12503-6
  • 1995: Schwänzeltanz. – Ortsbestimmung & Erfahrungsschatz -. Weimar 1995 (Katalog). ISBN 3-00-001318-0
  • 1996: Industriekultur – Biokommunikation. Dortmund 1996 (Katalog). ISBN 3-00-000501-3
  • 1997: Bekenntnisse – Geständnisse – Selbstverständnisse. Böblingen 1997 (Katalog). ISBN 3-00-001319-9
  • 1997: Zum Verständnis von Natur in der Kunst des ausgehenden 20. Jahrhunderts, in: Die Zukunft des Politischen, Herausgeber: HGDÖ, Frankfurt/M. (1997)
  • 1997: Kein Wir ohne Ich, in: Perspektiven der Philosophie Ernst Blochs, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt/M. 1997. ISBN 351858252-6
  • 1998: Ästhetik – Notwendigkeit in Freiheit, in: Beitrag zur documenta X, Herausgeber: HGDÖ, Frankfurt/M. 1998. ISBN 3-930832-07-0
  • 1998: Erlebniswelten: Entzückt – Verrückt – Entrückt. 1998 (Katalog). ISBN 3-00-003620-2
  • 2000: Happy Birthday Johannes. Ein internationales Art-Projekt. 2000, Mainz. Kehrer Verlag Heidelberg.
  • 2001: Natur – Mensch. 2001, Nationalpark Harz.
  • 2002: 80 Jahre apk. 2002, Pfalzgalerie Kaiserslautern
  • 2004: SeelenFeuer, KunstReich – lodernd, GeistVoll – lockend. Weimar/Bad Kreuznach 2004 (Katalog). ISBN 3-00-013828-5
  • 2014: silence objects, artistic impressions from tajikistan, 2014. ISBN 978-3-00-047883-3
  • 2016:  Keimzelle Kunst, together in passion, 2016. ISBN 978-3-00-055537-4
  • Fortlaufend: zahlreiche öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen wie Werkberichte und Eröffnungsveranstaltungen

Preise/Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1992 Internationaler Jörg-Syrlin-Preis, Stuttgart (Preisträgerin)
  • 1994 Progetto Civitella d`Agliano/Italien (Stipendium)
  • 1994 Hessisches Ministerium für Wissenschaft & Kunst (Stipendium)
  • 1994 Internationaler Jörg-Syrlin-Preis, Stuttgart (Auszeichnung)
  • 1996/1997 Stadt Bad Münster, Ebernburg a. St./Rheinlandpfalz (Stipendium)
  • 1997/1998 Stad Cuxhaven/Niedersachsen (Stipendium)
  • 1998 Kunstförderverein Donnersbergkreis/Rheinlandpfalz (Stipendium)

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen/Aktionen (Auswahl)

  • 2020  Havanna, Kuba (wg. Corona auf unbest. Zeit verlegt)
  • 2019 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Giuliani – Außenhof: „Kunst – Augen – Blick“, weißes Roß: „Kunst – Augen – Blick“
  • 2018 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Giuliani – Gebäude: „KUNST – GERÜSTet“
  • 2017 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Römerplatz (Altstadt): KunstAktion: „SackWeise Kunst“
  • 2017 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Weißes Ross, ehemaliges Stadtpalais: „Kunst – Gegebenheiten“
  • 2017 Ramon-Chormann-Theater, Kirchheimbolanden: „Keimzelle Kunst – together in passion -“ (mit H. Glatte)
  • 2016 Kunstverein Brand/Österreich: „Kunst – Brand – Neu“ (mit Harald Glatte)
  • 2009 – 2017 Ateliervernissagen: „Biokommunikation“
  • 2016 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Römerplatz (Altstadt): KunstAktion: „KunstSchlaf träumt vom KunstErwachen“
  • 2016 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; Weißes Ross, ehemaliges Stadtpalais: „Art Discoveries“ (mit Harald Glatte)
  • 2015 KulturNacht -Residenzfest, Kirchheimbolanden; ehemaliges Stadtpalais: „Keimzelle – Kunst“ (mit Harald Glatte)
  • 2014 KulturNacht – Residenzfest, Kirchheimbolanden; ehem. Feuerwehrhaus i. d. Altstadt: „Kunst im Loft“ (mit Harald Glatte)
  • 2012 Kreissparkasse Kusel, Rheinlandpfalz: „Kunst-Wahrheit – Leben-s-Weisheit“
  • 2010 Stadt Kirchheimbolanden, Rheinlandpfalz; Landesweiter Ehrenamtstag; ehemaliges Feuerwehrhaus: „Bienen beEHREn Kunst“
  • 2009 Sparkasse Worms – Alzey – Ried, Worms: „Kunst: Migration – Irritation – Situation“
  • 2009 KulturNacht-Residenzfest, Kirchheimbolanden/Rheinlandpfalz, Konfiserie Enkler: „Kunst: Gaumen – Raunen – Staunen“
  • 2008 Asklepios Kurstifte, Bad Kreuznach: „Kunst – Kur – Pur“
  • 2005 – 2006 WOHN – fabrik, Kassel: „LichtRäume – LichtTräume“
  • 2004 Haus des Gastes, Bad Kreuznach: „Buchpräsentation: SeelenFeuer, KunstReich – lodernd, GeistVoll – lockend“
  • 2003 Weingut Alt Ebernburg/Rheinlandpfalz: „Kunst – Mit Leib & Seele“
  • 2002 – 2003 Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter: „Kunst – Ein RestRisiko bleibt“, (juriert)
  • 2001 – 2008 Atelier Im Kutschenhaus, Weimar: fortlaufende Kunstaktionen, z. B: „Ge-mein-gefährlich“; „Philosophisches Vorzimmer im Hinterhaus“; „Wie & wo mache ich eine Kutschenfahrt“; „News from the red house“; „Die Vertreibung aus dem Paradies“, etc.
  • 2001 KreisGalerie Dahn/SüdwestPfalz: „Ein-e-Ladung: BeRühren – VerFühren – EinFühren“, (juriert)
  • 2001 Sparkasse Bad Kreuznach, Rheinlandpfalz: „Erlebniswelten: SparSam – KunstReich“
  • 2001 Universität Bergen/Norwegen: Werkpräsentation & Vortrag a. d. Kunstakademie, (angefordert)
  • 2000 Goetheinstitut Toronto/Canada: „Erlebniswelten: Nie Kopflos – Dafür Endlos – Leblos“, (kuratiert)
  • 2000 Stadt Mühlhausen/Thüringen: „Kunstprozession“ i. d. Kirchen der Stadt & i. d. Stadt & Werkvortrag am Gymnasium, (angefordert)
  • 2000 Kunstverein/Künstlerh. Ulm/Baden-Württemberg: „GedankenRäume – LebensRäume – FreiRäume“, (juriert)
  • 1999 Ateliereröffnung: Atelie Im Kutschenhaus, Weimar/Thüringen: „Eröffnung zum Abschluss: ÜberLegen – VerLegen – UnterLegen“
  • 1998 Kunstförderverein Donnersbergkreis/Pfalz: „Am Nabel der Welt“, (juriert)
  • 1998 Künstlerhaus Cuxhaven/Niedersachsen: „Erlebniswelten: Entzückt – Verrückt -Entrückt“ = Ein Event oder „Beginnen wir am Nullpunkt“, (juriert)
  • 1998 Künstlerhaus Edenkoben/Rheinlandpfalz: Gastaufenthalt (auf Einladung)
  • 1997 Künstlerbahnhof Ebernburg/Rheinlandpfalz: „Erlebniswelten: Entzückt – Verrückt – Entrückt“, (juriert)
  • 1997 Kunstverein Greven/NRW: „Schwärmen – AusSchwärmen – WeiterSchwärmen“, (juriert)
  • 1996 Kunstverein Böblingen/Baden-Württemberg: „Bekenntnisse – Geständnisse – Selbstverständnisse“, (juriert)
  • 1996 Schloss Vöhlin, Karl-August-Förster-Bienenmuseum, Illertissen/Ulm: „Schwänzeltanz. – Ortsbestimmung & Erfahrungsschatz“, (angefordert)
  • 1996 Westfälisches Industriemuseum & SSK Dortmund/NRW: „Industriekultur – Biokommunikation“
  • 1995 Stiftung Weimarer Klassik (Kulturintendant & Präsident Bernd Kauffmann)/Thüringen, Tiefurter Schlosspark: „Begegnung (mit) Schwärmereien“, (angefordert)
  • 1995 Stadtmuseum Weimar, Bienenmuseum/Thüringen: „Schwänzeltanz. – Ortsbestimmung & Erfahrungsschatz -„
  • 1994 Civitella d´Agliano/Italien, Piazza la Unita d´Italia: „Im Gehen gelernt“, (kuratiert)
  • 1993 Museum der Natur Gotha/Thüringen: „Gedächtnis“
  • 1992 Galerie Pro Art, Kassel/Hessen: „Kairos“, (juriert)
  • 1991 – 1992 Landgericht, Kassel/Hessen: „Aktion gegen sehendes Blindgehen“
  • 1992 Bank für Gemeinwirtschaft, Kassel/Hessen: „Der Mensch – Das Leben – Die Bank“
  • 1991 Bank für Gemeinwirtschaft, Kassel/Hessen: „Erinnerungen an einen Beutezug“
  • 1987 Schloß Wilhelmshöhe, Kassel/Hessen; Splitter der documenta: „Inkognito: ex mex hex, Objektnummer 00 – nix“

Ausstellungsbeteiligungen/Aktionen, (Auswahl)

  • 2020 Kunstverein mehrkunstverein, Haus Metternich Koblenz: „KunstSalon Koblenz 2020“ (juriert)
  • 2020 Kunsthaus Frankenthal: „… das halbe Leben“ (juriert); (wg. Corona virtuelle Internet-Präsentation)
  • 2019 Kunstverein Speyer, Städtische Galerie, Kulturhof Flachsgasse: „ASPEKTE“ (juriert)
  • 2018 Museum Pachen, Rockenhausen: „Kunst zum 1., zum 2., zum ….“ (juriert)
  • 2018 Kunsthaus Frankenthal; APK: „Zerreißprobe, Die Zerstörung im Schaffensprozess“ (juriert)
  • 2010 Orangerie der Stadt Kirchheimbolanden/Rheinlandpfalz: „Auf der Baustelle“, (angefordert)
  • 2007 Museum Pachen, Rockenhausen/Rheinlandpfalz: „Pfälzische Landschaften“, (angefordert)
  • 2007 Stadt – Galerie Kirn/Rheinlandpfalz: „Symposium der Landschaften“, (angefordert)
  • 2006 Berlin Brandenburg, Neuwerder: „Land schafft Kultur“, (angefordert)
  • 2005 Castellón, D Art Contemporani, Spanien: „International Painting Prize of the Castellón C. Council“ , (juriert)
  • 2004 Kunstmesse, Stadt Hilden/NRW, eigener Beitrag: „BienenKunstWerke & Leuchtexponate“, (juriert)
  • 2003 Kunstmesse Berlin: „Zentrum für frische Kunst, direkt vom Markt“ (angefordert & kuratiert)
  • 2003 Kunstverein, Kulturhof Flachsgasse, Speyer: „In mir ist Italien“, eigener Beitrag: „Bewegende ErosStille“, (juriert)
  • 2003 LAC Salon de Printemps, Messe Luxembourg, Intern. ,eigener Beitrag: „FotoGrafische FugenWerke“
  • 2002 Pfalzgalerie Kaiserslautern, eigener Beitrag: „Wenn der Dax zum Tier wird“, (juriert)
  • 2001 Sparkasse Ingoldstadt: „Leben & Werk der Marie-Luise Fleißer“, (juriert)
  • 2001 Naturpark Sankt Andreasberg: „Mensch – Natur“, (juriert)
    2001 Art Bad Sobernheim, Kaisersaal: „Kunstbegegnung ART Bad Sobernheim“, (angefordert)
  • 2001 Museen der Stadt Pirmasens: „Hommage á Heinrich  Bürkel“, (juriert)
    2001 Kunst & Museum Hollfeld/Bayern: „Auf der Suche – Menschen“, (juriert)
  • 2000 Messe Mainz, Johannes-Gutenberg-Pavillon, Mainz/Rheinlandpfalz, anläßl. Johannes Gutenberg Geburtstag, eigener Beitrag: „Im Verkehr verkehrt“; (intern. u. a. mit Christo & Jeanne-C., Timm Ulrichs,…), (angefordert)
  • 1997 Kongressprogramm zur documenta X, Kassel/Hessen: „Stadt – Ökologie, Kunst – Natur“, Kongressvortrag & Werkbericht mit Publikation, (angefordert)
  • 1996 Frankfurt/Hessen: „Ästhetik – Ökologie, Kunst – Natur“, Kongressvortrag & Werkbericht mit Publikation, (angefordert)
  • 1996 Kunstverein Greven/NRW: „Der Weg zum Kreuz“ (u. a. mit Felix Droese, Jannis Counellis,..), (juriert)
  • 1996 Stadt Schwäbisch-Hall, Johanniterhalle: „S.A.L.Z“, (juriert)
  • 1995 Galerie Koch, Duisburg/NRW: „Winterausstellung“, (juriert)
  • 1994 Fränkische Strasse der Skulpturen: „Auf weiter Flur“, eigener Beitrag: „Im Nicht – Müssen, Sein – Können“ (angefordert)
  • 1994 Schloss Heidelberg: „Kultur durch Dialog“, (juriert)
  • 1994 Kunstverein Stuttgart: „Internationaler Jörg – Syrlin – Preiss“, (juriert)
  • 1994 Sonderart Köln/NRW: „Internationaler Kulturmüll“, (juriert)
  • 1994 Stadt Seeligenstadt/Offenbach, Riesensaal: „Ästhetik im Alter“, (juriert)
  • 1993 documenta micro-fair, Köln/NRW: eigener Beitrag: „Der Kleinschauer“, (juriert)
  • 1993 Sonderart Köln/NRW: „Internationaler Kulturmüll“, (juriert)
  • 1992 Bundesakademie, Schloss Wolfenbüttel: Ausstellungsprojekt: „Schünemannsche Mühle“, (juriert)
  • 1992 Kunstverein Stuttgart: „Internationaler Jörg – Syrlin – Preis“, (juriert)

Öffentliche & Private Sammlungen

Zahlreiche Arbeiten im privaten wie öffentlichem Besitz (u. a. Museum Pachen, Landratsamt Neu-Ulm, Stadtmuseum Weimar, Bundesamt für Strahlenschutz Salzgitter, Asklepios Kurstifte Bad Kreuznach, Firma Hübner, Kassel, Stadt Ritten/Südtirol, Stadt Brand/Österreich, etc.)

Werke (Auswahl)

Abbildung: Transformation of energy
Abbildung: EyeCatcher China
Abbildung: LiebesLust – RedeFluß
Abbildung: Im Nicht-Müssen, Sein-Können
Abbildung: Land in Sicht

Philosophisch – ästhetischer Ausgang der künstlerischen Arbeitsweise

Gabriele Jahnke thematisiert in ihrem künstlerischen Schaffen das Spannungsverhältnis von Natur & Kultur im Horizont der menschlichen Existenz. Dabei geht es ihr sowohl um die uns umgebende, äußerliche Natur, als auch um die uns menschlich innewohnende.

Sie befasst sich sowohl inhaltlich als auch formal-ästhetisch mit der sogenannten ersten Natur, der Ursprungsnatur, der natürlichen, als auch mit der zweiten Natur, der überarbeiteten, artifiziellen, technisch – urbanen, die sich in ihrer alltäglichen Selbstverständlichkeit in kulturell – evolutionärer Perspektive zur ersten Natur des Menschen emanzipiert, so die Künstlerin. Ja, sie wird selber zur Natur des Menschen, zu seinem kulturell – natürlichen Bestandteil. – Derart verwundert es kaum, dass der ästhetische Ausdruck selbst ein neuer wird.    

Konkret arbeitet die Künstlerin mit dem Gestaltungsprinzip von Bild & Gegenbild, welches in ihren Exponaten zur Entität reift, ohne dabei das jeweilige Gegenüber in Frage zu stellen bzw. dadurch aufzuheben. Vielmehr entsteht durch das dialogische Prinzip von Bild & Gegenbild ein zusätzlich drittes, neues Bild. – Ihr ästhetischer Ausdruck gewinnt an neuen Dimensionen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich zugleich auf vielfältige künstlerische Gattungen wie Verfahren und Ausdrucksweisen innerhalb ihrer einzelnen Werke bezieht, die sie im Verständnis biokommunikativer Assemblagen gestaltet. Prozessualität, Lebendigkeit, Intensität und vor allen Dingen Authentizität sind ihr dabei wesentliche Merkmale wahrhaftiger, künstlerischer Arbeit wie ihrer Lebensweise.    

In der äußeren Formgebung der Werke von Gabriele Jahnke erkennen wir meist eine deutlich bevorzugte rational – strukturierte (orthogonale) Gestaltungsweise, die nüchtern, klar, abstrakt und reduziert anmutet. Bei der Materialverwendung oder der Motivlage handelt es sich um eine spannungsgeladene, polarisierende. Es finden sich Natur- ebenso wie Kulturmaterialien, weiche wie harte, warme wie kalte, verdichtete wie poröse oder glatte, sinnlich – haptische wie kühl – distanzierende, anziehende wie abstoßende, etc.  Nicht selten greift die Künstlerin auf die Möglichkeiten der Serialität innerhalb eines Werkes zurück, verzichtet aber bei der potenziellen Reproduktionsmöglichkeit des entstandenen Exponates auf dessen Vervielfältigung, um den Stellenwert des künstlerischen Prozesses wie das der Kunst nicht zu negieren; und um auf die Herausforderung der reflexiven Moderne hinzuweisen: Im – Nicht – Müssen, Sein – Können. (Nur gelegentlich und als Ausnahme der Regel gibt es winzige Auflagenarbeiten).    

Antagonist zum äußeren Formenkanon bilden die Zeichen der Motive, Inhalte. Form und Inhalte bilden gemeinsam den künstlerischen Gehalt und damit seinen ästhetischen Ausdruck wie ihre Aussagen. Das Motivinnere der Werke bildet meist einen organischen oder natürlichen Formenkanon der ursprünglichen Natur, der chaotischen wie der gestalteten, aber auch der urbanen Kulturlandschaften und emotional erscheinender Farbigkeit wie auch Gegenständlichkeit und Stofflichkeit sowie ihrer Bewegtheit ab.     Die Werke von Gabriele Jahnke zeigen Doppelnatur: Distanz & Nähe, Wärme & Kälte, Kristallisation & fließende Bewegung, … . Sie leben und nähren sich von und durch diese Spannung. – Bei aller Ernsthaftigkeit & Komplexität lassen die Werke: Humor, Leichtigkeit & „Verspieltheit“nicht unbeachtet. – Die Ästhetik der Kunst von Gabriele Jahnke entspricht unserer aktuellen Lebensweise mit ihren spezifischen Herausforderungen und Neuorientierung, so Gabriele Jahnke.

Weblinks

  • 1999 – 11/2008: Neue Ateliereröffnung im Kutschenhaus in Weimar (Thüringen)
  • 11/2008: Neueröffnung des Ateliers & Umzug nach Rheinland-Pfalz (Kibo)
Kunst – Eine LiebesErklärung

„Es ist die empfindende Seele, die den Geist erkennen lässt und ihm – in der Kunst – zu seinem physischen Ausdruck ästhetischer Gestalt verhilft.“
G. J.